| Spiel mit den Muskeln
Der Grazer Rene Pausch wurde im
deutschen Heidelberg zum „Mister Universum 2004“ gekürt. Seine Brötchen
verdient er als Kfz-Mechaniker.
ELKE JAUK
Auf
der Suche nach einem gemeinsamen Hobby landete der Grazer Rene Pausch
mit 18 Jahren und zwei Freunden im Fitnessstudio. Zuerst nur zwei bis
drei Mal die Woche. Erste Erfolge in Sachen Muskelmasse motivierten ihn
dazu, ernsthaft mit Bodybuilding zu beginnen. Die Lorbeeren für seine
Anstrengungen in den letzten vier Jahren hat der 27-Jährige letztes
Wochenende eingeheimst: In Heidelberg-Wiesloch (Deutschland) wurde er
zum „Mister Universum“ in der Klasse der 25- bis 30-Jährigen gekürt.
Und hat damit den Titel nach Arnold Schwarzenegger wieder nach Graz
geholt. Für die Teilnahme am internationalen Bewerb hatte er sich bei
der österreichischen Staatsmeisterschaft im Mai qualifiziert.
„Man muss hart zu sich
ein“, so der Kfz-Mechaniker, der schon Monate vor dem Wettkampf täglich
um vier Uhr früh mit Radfahrtraining und Spezial-Frühstück
(Reiskuchen oder Hühnerfleisch mit Reis) startete. Die Freizeit ging
praktisch vollständig für Wettkampfvorbereitung auf. Sogar am dritten
Hochzeitstag mit Ehefrau Pamela am 9. Juni, „sind wir nicht essen
gegangen, haben nicht darauf getrunken“. Denn der Tag ist genau
eingeteilt: „Trainieren, sich ernähren, regenerieren.“ Sechs
spezielle Mahlzeiten stehen am Menüplan – Zucker und Öl etwa sind
tabu. Die konsumierte Wassermenge wird bis zum Bewerb auf 20 Liter
gesteigert, um sie dann kurzfristig auf Null zu reduzieren. Und nur Reis
und Reiswaffeln zu essen.
Pauschs Herzensdame ist
freilich stolz auf ihren „Mister Universum“ und unterstützt ihn auf
allen Linien: „Ohne sie würde das alles nicht gehen.“ Worauf er
sich jetzt besonders freut? „Ein bissi was Süßes, eine Pizza, mal
ins Kino gehen – und das Essen mit meiner Frau nachholen.“
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